Integrationsratswahlen 2014

Afrikaliste zu den Integrationsratswahlen 25. Mai. 2014

Elvire Ngouah-Bôh, Dr. Bouchra Mouhsine, Maureen Fröhlich, Thomas Gyamfi, Sivi-Nzo Twawutuka, Dagmar Vogeler-Yildirim und Souleye Ndiaye sind die Kandidaten der Afrika-Liste für die diesjährigen Integrationsratswahlen, die am 25. Mai 2014 in Aachen stattfinden.

  

Von links nach Rechts: Dagmar Vogeler-Yildirim, Souleye Ndiaye, Elvire Ngouah-Bôh, Thomas Gymafi, Dr. Bouchra Mouhsine, Maureen Fröhlich, Sivi-Nzo Twawutuka

Die Migliederversammlung des Afrika-Forum-Aachen e.V. hat am 30.03.2014 in sieben Wahlgängen die Kandidaten der Afrika-Liste für die Wahlen des Integrationsrates bestimmt. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass 3 Frauen auf den ersten Plätze geschafft haben. Nach der erfolgreichen Arbeit des Integrationsrates in der ablaufenden Legislaturperiode, wo der ausscheidende Listenkopf der Afrika-Liste, Sadio Barry  den Vorsitz übernahm, will die Afrika-Liste in den anstehenden Wahlen das Ergebnis vor 4 Jahren bestätigen. Zur Erinnerung die Afrika-Liste hatte damals bei ihrer ersten Teilnahme den Einzug in den Integrationsrat geschafft, indem sie 5 der 10 Wahllokale als stärkste Kraft gewinnen konnte.

Mitgestalten – Mitbestimmen – Mitverantworten

 Was ist der Integrationsrat und warum mitmachen ?

Der Integrationsrat ist ein unabhängiges, demokratisch gewähltes Gremium der Stadt Aachen, der aus 21 Mitgliedern besteht. Er setzt sich zusammen aus 14 direkt von der nichtdeutschen Bevölkerung gewählten Vertretern und 7 vom Rat der Stadt Aachen benannten Stadtverordneten. Die Amtszeit beträgt 5 Jahre.

Der Integrationsrat hat das Recht, sich mit allen Angelegenheiten der Gemeinde zu befassen, besonders mit der Lösung der Probleme, die sich aus dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft ergeben. Er hat das Recht, Anfragen an die Verwaltung zu stellen und die Rechtmäßigkeit bestimmter Entscheidungen zu prüfen.

Was möchten wir mit wem und für wen erreichen ?

Durch eine produktive Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden möchten wir uns für eine faire und gerechte Behandlung aller hier lebenden Menschen einsetzen, genauso wie es im Kapitel I, Abschnitt 3 des Artikels 3 des deutschen Grundgesetz steht:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Darum sollte es bei langjährigen Migranten, Flüchtlingen, Heimatlosen oder Arbeitnehmern ausländischer Herkunft, die hier rechtmäßig leben, arbeiten und Steuern zahlen nicht zu Benachteiligungen kommen. Sei es bei der Wohnungssuche oder wenn es um Leistungen für Familie wie Kindergeld und Erziehungsgeld geht. Es gibt leider viele, die nicht zu ihrem Recht kommen. Nur nach Gerichtsverfahren kommen manche, die sich trauen und einen Anwalt leisten können, an ihre Rechte.

Aachen ist eine Stadt des Wissens. Deshalb halten wir es für falsch, das Studienkolleg abzuschaffen und höhe Studiengebühren für ausländische Studenten einzuführen. Für deutsche Studenten aus schwachen Familien stellt der Staat die Mittel zur Verfügung, auch wenn dies in Form von Schulden sein soll. Der ausländische Student hat keine andere Wahl, als Aachen zu verlassen. Zur gleichen Zeit stellen wir fest, dass immer mehr Soldaten aus Entwicklungsländern in Aachener Kasernen ausgebildet werden. Diese Politik steht im Widerspruch zu den deutschen Bemühungen um Entwicklungshilfe.

Wir wollen uns ebenso für die Erleichterung der Familienzusammenführung für die Mitbürger, die hier leben und arbeiten einsetzen, ob diese Afrikaner, Asiaten, Araber, Lateinamerikaner, oder Ost-Europäer sind.

Wir möchten uns im sozialen Bereich engagieren und für ein Beratungs-und Hilfezentrum für ausländische Familien und Kinder kämpfen. Dort könnte sowohl Nachhilfe für Schüler als auch Hilfe für Eltern, die Kommunikationsschwierigkeiten haben, angeboten werden.

Aus all diesen Gründen appellieren wir an Sie: Wählen Sie am 25. Mai 2014 die Afrikaliste !

Wann können die Wahlvorschläge eingereicht werden?

 Die Wahlvorschläge sind bis spätestens Montag,  7. April, 18 Uhr, bei der Wahlleiterin der Stadt  Aachen,  Fachbereich 01 / Wahlen, in der Peterstraße 17 (Bushof), Zimmer 65, 52058 Aachen einzureichen.

Eintragung in das Wählerverzeichnis

 -Eingebürgerte müssen den Antrag bis zum 12. Tag vor der Wahl stellen (13.5.2014).

-Grundsätzlich sind die Einbürgerungsurkunde im Original (bzw. deren beglaubigte Abschrift) und der Personalausweis vorzulegen.

 Wer darf wählen ?

Zur Integrationsratswahl wahlberechtigt sind alle Ausländer/innen, die am Wahltag

–        16 Jahre alt sind,

–        sich seit mindestens einem Jahr im Bundesgebiet rechtmäßig aufhalten und

–        mindestens 16 Tage vor der Wahl in der Stadt Aachen ihren Hauptwohnsitz haben.

 Wer darf gewählt werden?

Wählbar sind alle Wahlberechtigten sowie alle Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, sowohl Deutsche als auch ausländische Bürger.